Petition für lebendiges Wohn- und Arbeitsquartier am Alten Leipziger Bahnhof

Heute ist eine Petition einer neu gegründeten Bürgerinitiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ gestartet, welche endlich die Blockade rund um den Alten Leipziger Bahnhof und den Alten Schlachthof aufheben soll. Auf dem ganzen Areal zwischen Bahndamm, Erfurter Straße und Elbe werden zwar seit 2009 Wohnungen, kleine Geschäfte, Parks und begrünte und radfreundliche Durchwegungen geplant – allerdings auch gleichzeitig der Bau eines riesigen und autofixierten Einkaufsmarkts – so groß wie 15 Aldis nebeneinander und einem Parkplatz der Größe von drei Fussballfeldern.

Die Petition hat das Ziel, dass endlich die Arbeiten am Bebauungsplan (BPlan 6007) für den Einkaufsmarkt „aufgehoben“, also beendet, werden und ein neues Wohnviertel geplant wird, das Pieschen, die Neustadt und die Elbe verbindendt. Als offizielle Stadtratspetition wird sie vom Petitionsausschuss und wahrscheinlich danach vom Stadtrat behandelt – es ist also sehr wichtig, dass viele Menschen die Petition mitzeichnen.

Der Bau eines neuen Wohn- und Arbeitsviertels, die Öffnung der Bahnbögen, einen schönen Weg von der Neustadt und von Pieschen zur Elbe – das ist auch schon ewiges Ziel der Neustadtpiraten. Wir brauchen Wohnungen und keinen Parkplatz!

Jetzt Petition mitzeichnen!

4 Responses to “Petition für lebendiges Wohn- und Arbeitsquartier am Alten Leipziger Bahnhof”

  1. Maik sagt:

    Globus muss kommen! Globus ist gut für Dresden! Sozialwohnungen an der Stelle Schwachsinn. Herr Wissermann, sie betreiben Verhinderungspolitik.

    Anmerkung der Redaktion: Der Kommentar war ursprünglich in Großbuchstaben und persönlich angreifend geschrieben. Da wir die Thesen dennoch zur Diskussion stellen wollen, haben wir ihn angepasst.

    • m sw sagt:

      Unser Neustadtpiratenprogramm ist da ganz klar:

      „Die Flächen auf und um den alten Leipziger Bahnhof sollen einer Nutzung wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Schule, Kita zugeführt werden. Auch eine kleinteilige und dezentrale Nutzung für lokalen Einzelhandel ist denkbar. Einen (Globus-) Hypermarkt inkl. der projektierten Parkflächen und im Umfeld angesiedelten Einzelhandelsflächen lehnen die Neustadtpiraten ab.“

      Und mal ehrlich, ein neues Wohnquartier mit kleinen Parks und begrünten Durchwegungen von der neuen Schule (Gehestraße) und dem Neustädter Bahnhof zur Elbe wäre doch echt schön.

  2. Schneider sagt:

    Was hat man gegen Globus? Endlich mal was zum Supermarktallerei.
    Wer will dort wohnen zwischen Leipziger Str. und Bahnhof?
    Das sind die, die dann 30 und Verkehrsberuhigung fordern

    • m sw sagt:

      Wir haben nichts gegen das Unternehmen Globus – wir haben was gegen einen Autoverkehr induzierenden Hypermarkt, der ein Drittel von Dresden als Einzugsgebiet sieht. Mit der Größe von 15 Standardsupermärkten und einem Parkplatz von über 1000 Stellplätzen wäre dies genau der Schritt in die falsche Richtung! Wir wollen eine kompakte Stadt der kurzen Wege. Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Einkaufen sollte so weit wie möglich im nahen Umfeld möglich sein …

      … und daher sollte auf diese Fläche auch genau dies gebaut werden. Noch garniert mit Erhalt des historischen Leipziger Bahnhofs (den Gebäuden) und der Einflechtung von Kultur- und Kreativwesen. Ein drei Fußballfelder großer Parkplatz ist da keine „Entwicklung“ sondern ein Rückschritt in die 1990er Jahre.

Was denkst du?