Aufhebung Bebauungsplan Globus vorerst gescheitert

Am Donnerstag hat der Stadtrat zwar die Suche nach einem Alternativstandort für das riesige Einkaufszentrum Globus in Auftrag gegeben, einer konsequenten Aufhebung eines Bebauungsplans auf dem Gelände um den Alten Leipziger Bahnhof ist aber leider nicht entsprochen worden. Wir Neustadtpiraten fordern eine kompakte Stadt der kurzen Entfernungen, in der die meisten Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV gemacht werden. Das Globus-Einkaufszentrum mit über 1000 Parkplätzen verstärkt lediglich den Autoverkehr und gefährdet die vielen kleinen Geschäfte in Pieschen und der Neustadt. Daher ist unser Programm auch bei der Ablehnung von Globus eindeutig:
 
„Die Flächen auf und um den alten Leipziger Bahnhof sollen einer Nutzung wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Schule, Kita zugeführt werden. Auch eine kleinteilige und dezentrale Nutzung für lokalen Einzelhandel ist denkbar. Einen (Globus-)Hypermarkt inkl. der projektierten Parkflächen und im Umfeld angesiedelten Einzelhandelsflächen lehnen die Neustadtpiraten ab.“
 
Dr. Martin Schulte-Wissermann, Stadtrat der Neustadtpiraten: „Als Pirat [1] habe ich natürlich für die Aufhebung des Bebauungsplans und damit gegen den Globus-Hypermarkt gestimmt. Aber die Partei DieLINKE hat sich leider enthalten und die Neustadt-Stadträtin Jacqueline Muth hat sogar für Globus gestimmt! Damit wurde die Aufhebung mit einer Stimme der LINKE und den Stimmen der CDU, FDP und AfD abgelehnt.“
 
Nun wird ein Alternativstandort für Globus gesucht. Wenn diese Untersuchung abgeschlossen ist, wird wohl final über den Standort „Alter Leipziger Bahnhof“ im Stadtrat abgestimmt. Wir müssen also alle zusammen weiter argumentieren, damit eine Entwicklung zu einem schönen neuen Stadtteil mit Wohnungen, Parks und Kreativraum – und nicht zu einem riesigen Parkplatz – Wirklichkeit wird.

Hier die Aufzeichnung der Sitzung (TOP 17, ab 2:36:50)

[1] Martin bildet mit der Partei DieLINKE eine gemeinsame Fraktion im Stadtrat. Innerhalb dieser gibt es sehr, sehr oft Konsens. Bei manchen Dingen gibt es jedoch – augenscheinlich – keine Einigkeit.
 
Bild: Christian Werner

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