Königsbrücker Straße: Wo bleibt die Bürgerbeteiligung?! [UPDATE]

Update: Artikel der Sächsischen Zeitung vom 17. August.

Die Dresdner Piraten haben sich bereits bei ihrer letzten  Mitgliederversammlung für eine bestandsnahe und zügige Sanierung der Königsbrücker Straße ausgesprochen. Daher verfolgen wir mit großem Interesse die Entwicklung der bestandsnahen „Variante 7“, welche Ende  August öffentlich werden soll. Ziel scheint zu sein, dass diese Variante dann im Stadtrat gegen die überbreite vierspurige „Variante 5“ antreten wird.

Die Neustadtpiraten kritisieren, dass eine aktive und konstruktive Bürgerbeteiligung bei dem nun anstehenden Entscheidungsprozess scheinbar nicht vorgesehen ist. Meinung und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sind aber ein entscheidendes Kriterium, um Streit und Missverständnisse  schon im Vorfeld zu vermeiden.

Wir setzen uns für mehr Transparenz in der Stadtpolitik ein. Wie bei der Königsbrücker müssen Anwohner bei jeder Entscheidung die Möglichkeit besitzen, einen mit Stadträten vergleichbaren Informationsstand zu erreichen. Nur so können Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine auch qualitativ  am Diskussionsprozess teilhaben.

Stimmen einzelner Neustadtpiraten:

Ich hoffe, dass mit der ‚Variante 7‘ auch eine wirklich bestandsnahe und in unseren lebendigen Stadtteil passende Sanierung vorgesehen wird, welche die breiten Gehwege, die Vorgärten und die Zahl an Parkplätzen erhält. Eine solche Planung  könnte die politische Dauerblockade endlich lösen, da jede Fraktion im Dresdner Stadtrat sich von einigen ihrer (verkehrsideologischen) Maximalpositionen verabschieden muss. Sollte Variante 7 wirklich die ‚Variante der Vernunft‘ sein, dann bekämen endlich alle eine sanierte und lebenswerte Königsbrücker ohne weiteren jahrelangen (juristischen) Streit.
 – Dr. Martin Schulte-Wissermann
Das Mindeste ist, dass eine Bürgerversammlung noch VOR einer Besprechung im Ortsbeirat abgehalten wird und alle zur Entscheidung notwendigen Unterlagen hierzu im Vorfeld veröffentlicht werden. Neben den Bauplänen sind dies z.B. die  Kostenschätzung, die Wirkungsabschätzungen, die Verträglichkeits-, Sicherheits- sowie die Umweltanalysen und die Einschätzung der Denkmalschutzbehörden.
 – Anselm Schmidt
Ich wohne selbst an der Königsbrücker und will nicht weiter zuschauen wie die Straße verfällt, während es Streit um den Ausbau zu einer Art Stadtautobahn gibt. Deshalb unterstütze auch ich die Initiative ‚Königsbrücker muss leben‘.
– Christian Werner

One Response to “Königsbrücker Straße: Wo bleibt die Bürgerbeteiligung?! [UPDATE]”

  1. M. Baldamus sagt:

    Ich bin für den Ausbau !!!
    In der heutigen Zeit, wo sich alles nur um Autos dreht, jeder schnell von A nach B möchte, nie bereit ist für einen anderen Mitbürger abzubremsen, kommt mit dem Ausbau jeder auf seine Kosten und muss Rücksicht auf den anderen nehmen.
    Radfahrer bekommen einen eigenen Radweg. Müssen nicht mehr auf dem Fußweg fahren und wegen „blöden „ Fußgängern abbremsen. Die erneute Schwierigkeit die sich daraus ergibt ist man sollte Rechtsverkehr und Linksverkehr beachten.
    Nutzer der Straßenbahnen müssen keine Angst vor Autofahrern haben. Die Bahn wird auch leichter durch den Verkehr kommen.
    Für die lieben Autofahrer, Schnelleres durchfahren. Ich denke, dass mehr Abgase entstehen, wenn Autos mehr im Stau stehen. Ist für Fußgänger auch nicht so schön.
    Es wird nach dem Ausbau viel leiser sein. Keine rumpelnden Laster mehr!
    Zum Thema Bäume und Vorgärten. Um wie viele Vorgärten geht es über Haupt und was für Vorgärten sind dies. Vorgärten, wenn ich diese Straße nicht selbst kennen würde, würde ich denken es geht um kleine Gärten die liebevoll von Oma Krause gepflegt werden. Begonien, duftende Rosen, Dahlien, Lupinen vielleicht hier und da ein Obstbäumchen oder ein Stachelbeerstrauch. Aber keine Spur. Und Oma Krause wohnt auch nicht mehr da. Vorzufinden sind zum Beispiel Büros.
    Ich kenne es dann doch eher so: von Hunden verunreinigte Gehwege/Rasenflächen. Aber auch durch den Menschen z.B. durch Urin und Müll. Naja mal ehrlich darauf kann ich verzichten.
    Bäume werden zum Teil ersetzt. Ein Teil muss bestimmt auch weg, da sie den Fußweg deformieren oder zu alt sind. (Stolperstellen für Jung und Alt)
    Ich bin auch der Meinung, dass es wichtigere Themen gibt, für die man aufstehen sollte.
    Und keiner macht’s.
    Wie viele Dresdner haben sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Pro und Kontra selbst abgewogen. Bevor sie ihre Unterschrift gegeben haben?
    Wen diese Straße eines Tages ausgebaut sein wird, möchte keiner diese Rumpelstraße zurückhaben.
    Es wird ihr keiner nur eine Träne nach weinen.
    -Manja Badamus (kein Autofahrer)

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